Immobilien selbst verkaufen

Die 5 größten Irrtümer beim Immobilienverkauf – und was sie Sie kosten können

Ein Haus zu verkaufen, klingt zunächst einfacher, als es tatsächlich ist. Ein paar Fotos machen, eine Anzeige veröffentlichen, Besichtigungstermine vereinbaren und auf einen Käufer warten – so stellen sich viele Eigentümer den privaten Immobilienverkauf vor.

Doch eine Immobilie ist kein gewöhnlicher Verkaufsgegenstand. Es geht oft um einen erheblichen Vermögenswert, rechtliche Anforderungen und Entscheidungen, die weitreichende finanzielle Folgen haben können.

Wer seine Immobilie selbst verkaufen möchte, sollte deshalb die häufigsten Irrtümer kennen. Denn was zunächst nach einer Ersparnis aussieht, kann am Ende viel Zeit, Geld und Nerven kosten.

Selbst verkaufen oder mit Makler? Entscheidend ist das Ergebnis.

Irrtum Nr. 1: „Ohne Makler spare ich die Maklerprovision.“

Auf den ersten Blick scheint die Rechnung einfach: Wer keinen Makler beauftragt, muss auch keine Maklerprovision bezahlen.
Doch entscheidend ist nicht allein, welche Kosten Sie einsparen, sondern welchen Verkaufspreis Sie tatsächlich erzielen.
Ein zu hoch angesetzter Preis kann Interessenten abschrecken und die Vermarktungsdauer verlängern. Ein zu niedriger Preis kann dagegen dazu führen, dass Sie Ihre Immobilie unter Wert verkaufen. Hinzu kommen mögliche Kosten für Anzeigen, Unterlagen, Besichtigungen und Ihre eigene Zeit.
Unser Tipp: Entscheidend ist, was nach Abzug aller Kosten tatsächlich für Sie übrig bleibt. Eine professionelle Vermarktung kann helfen, den passenden Käufer zu erreichen und den Verkaufspreis besser abzusichern.

Irrtum Nr. 2: „Ich kenne den Wert meines Hauses. Dafür brauche ich keinen Experten.“

Viele Eigentümer haben eine klare Vorstellung davon, was ihre Immobilie wert ist. Schließlich kennen sie ihr Haus, haben viel investiert und verbinden damit persönliche Erinnerungen.
Doch der persönliche Wert und der aktuelle Marktwert sind zwei unterschiedliche Dinge.
Lage, Zustand, Ausstattung, Energieeffizienz, Grundstück, Nachfrage und vergleichbare Verkäufe beeinflussen den erzielbaren Preis. Auch kleine Fehleinschätzungen können bei einer Immobilie erhebliche finanzielle Auswirkungen haben.
Unser Tipp: Eine fundierte Wertermittlung schafft eine realistische Grundlage für Ihre Verkaufsentscheidung. Sie hilft dabei, weder unnötig Geld zu verschenken noch potenzielle Käufer durch einen unrealistischen Angebotspreis abzuschrecken.

Irrtum Nr. 3: „Die richtigen Käufer finde ich auch allein.“

Eine Anzeige auf einem Immobilienportal zu veröffentlichen, ist schnell erledigt. Doch damit beginnt die eigentliche Arbeit erst.
Wer meldet sich tatsächlich? Ist das Interesse ernst gemeint? Kann sich der Interessent die Immobilie leisten? Welche Fragen müssen vor einer Kaufentscheidung geklärt werden?
Private Verkäufer müssen Anfragen beantworten, Besichtigungstermine koordinieren, Interessenten einschätzen und häufig auch mit mehreren Kaufinteressenten gleichzeitig kommunizieren.
Das kostet Zeit und kann gerade dann belastend werden, wenn Beruf und Alltag weiterlaufen.
Unser Tipp: Ein Makler übernimmt die Koordination der Vermarktung, begleitet Besichtigungen und unterstützt dabei, ernsthafte Kaufinteressenten zu identifizieren. So können Sie sich auf Ihren Alltag konzentrieren, während der Verkaufsprozess professionell betreut wird.

Irrtum Nr. 4: „Die Formalitäten erledige ich nebenbei.“

Ein Immobilienverkauf erfordert mehr als einen Kaufvertrag beim Notar.
Je nach Immobilie und Verkaufssituation müssen unter anderem ein aktueller Grundbuchauszug, ein Energieausweis, Bauunterlagen und weitere relevante Informationen bereitgestellt werden. Auch Fragen zu bestehenden Belastungen, Besonderheiten der Immobilie oder erforderlichen Angaben in der Immobilienanzeige sollten rechtzeitig geklärt werden.
Fehlende oder fehlerhafte Angaben können den Verkaufsprozess verzögern und unter Umständen rechtliche oder finanzielle Risiken mit sich bringen.
Unser Tipp: Ein erfahrener Makler unterstützt Sie bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen, bereitet die Vermarktung vor und begleitet die Abstimmung zwischen Verkäufer, Käufer und Notariat. Rechtliche und steuerliche Spezialfragen sollten bei Bedarf mit den dafür zuständigen Fachleuten geklärt werden.

Irrtum Nr. 5: „Beim Verkauf verhandle ich selbst am besten.“

Natürlich kennen Sie Ihre Immobilie besser als jeder andere. Doch gerade deshalb können Preisverhandlungen schwierig werden: Persönliche Erinnerungen, eigene Erwartungen und der Wunsch nach einem guten Ergebnis spielen häufig eine Rolle.
Kaufinteressenten hingegen verfolgen ihre eigenen Ziele. Sie vergleichen Angebote, hinterfragen Preise und versuchen möglicherweise, Mängel oder anstehende Investitionen als Argument für einen Preisnachlass zu nutzen.
Wer ohne ausreichende Marktkenntnis und Verhandlungserfahrung in diese Gespräche geht, läuft Gefahr, Zugeständnisse zu machen, die nicht notwendig gewesen wären.
Unser Tipp: Ein Makler begleitet die Preisverhandlungen mit dem nötigen Abstand, unterstützt die sachliche Bewertung von Angeboten und hilft Ihnen, die Konditionen des Verkaufs im Blick zu behalten. Die endgültige Entscheidung bleibt selbstverständlich bei Ihnen.